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RC Rottweil schlägt den RC Unterföhring mit 33:20

Die Ausgangslage vor dem Spiel in Unterföhring war klar: Während die Gastgeber zum Abschluss der Hinrunde zu ihrem dritten Spielgewinn kommen wollten, hatten die „Schwarz-Gelben“ die Chance, bei einem weiteren Erfolg als Tabellenzweiter zu überwintern. Dementsprechend machten sich die Rottweiler als Favorit auf die lange Fahrt ins Münchner Umland um die Begegnung auf dem ungewohnt schmalen Platz auszutragen, der wohl gerade die Mindestmaße vorweisen kann.

Schon mit dem Ankick setzten sich die RCR’ler in der Hälfte der Gastgeber fest und schnell bekamen die Bayern eine kalte Dusche von 3.-Reihe-Stürmer Mounga Taufatefau nach nur fünf gespielten Minuten (0:5). Verbinder Sio Kapaga besorgte mit dem erfolgreichen Erhöhungskick das 0:7. Aufgeweckt vom frühen Rückstand machten die Bayern nun ihrerseits Druck auf die Gäste. Bei zwei Angriffen, die die Rottweiler zunächst gut abgewehrt hatten, kam es zu einem unerlaubten Bodenspiel im offenen Gedränge und zu einer Abseitsstellung. Den zugesprochenen Straftritt verwandelten die Gastgeber zum zwischenzeitlichen 3:7. Jetzt war richtig Feuer im Spiel und ein Verantwortlicher der RCU‘ler meinte am Spielfeldrand: „Da ist heute durchaus was für uns drin!“ So warfen sie alles in die Offensive, doch die Rottweiler konterten nach einem Straftritt und gelungener Gasse mit dem zweiten Versuch nach dynamischem Antritt von Mounga Taufatefau zum 3:12. Vorausgegangen waren mehrere Rucks (offene Gedränge) und eine seitliche Spielverlagerung. Bereits im Gegenzug kamen die Gastgeber mit einem zunächst verschossenen und wegen Meckerns eines RCR’lers wiederholten Straftritt zum 6:12. Danach neutralisierten sich die Kontrahenten und die dreißig Spieler auf dem Feld schenkten sich nichts. Das enge Spielfeld ließ weit öffnende Angriffe nicht zu und so wurde jeder Ball hart umkämpft und vor allem die Stürmer waren auf beiden Seiten stark gefordert. Gegen Ende der ersten Halbzeit hatten die „Schwarz-Gelben“ das Spielgeschehen wieder im Griff. Verbinder Sio Kapaga passte nach einem kurzen Sololauf auf den mitgelaufenen 2.-Reihe-Stürmer Noah Volkers, der zum 6:17 ablegte. Die Erhöhung von Schlussspieler Emmanuel Mora bedeutete das 6:19. Wenige Minuten später war es der 1.-Reihe-Stürmer Michael Oswald der nach einem Straftritt und Gasse sowie mehreren Rucks die Lücke in der RCU-Defensive die Lücke fand und zum 6:24 ablegte. Mit der Erhöhung von Emmanuel Mora zum 6:26 wurden die Seiten gewechselt.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit spielten beide Mannschaften auf Augenhöhe. Schnelle Angriffe beider Sturmreihen prägten diese Phase und es gelang der verteidigenden Mannschaft jeweils die gegnerischen Angriffe abzuwehren und die Situation zu klären. Die „Reichsstädter“ hatten zwar immer wieder vielversprechende Möglichkeiten, die aber häufig nur Stückwerk blieben, da die notwendige Unterstützung durch Mitspieler fehlte. Die Bayern kamen so immer wieder in Ballbesitz und brachen kraftvoll bis ins RCR-Viertelfeld durch. Der Versuch zum 11:26 und die Erhöhung zum 13:26 waren nicht zuletzt begünstigt durch inkonsequente und halbherzige Tackles der RCR-Defensive. Danach konnten die RCR’ler das Spiel wieder ins Viertelfeld der Gäste verlagern. Nach mehreren gut und umsichtig gespielten Rucks an der Außenlinie konnte 1.-Reihe Stürmer Robert Lehmann zehn Minuten vor Spielende die Führung auf 13:31 ausbauen. Emmanuel Mora markierte mit der Erhöhung das 13:33. Danach mussten zwei „Schwarz-Gelbe“ mit gelben Karten wegen „gefährlichem Spiel“ die Begegnung von außen betrachten. In der Nachspielzeit drängten die RCU’ler in Überzahl nochmal auf Ergebniskosmetik und kamen nach einem Strafversuch wegen „High Tackle“ zum 20:33. Danach pfiff der sehr gut leitende Markus Wickop (Bad Reichenhall) die mitreißende und hart umkämpfte Partie ab.

Trainer Gustavo Lopez: „Man sieht, dass sich die Arbeit der vergangenen Monate gelohnt hat. In der ersten Halbzeit haben wir dominiert, uns aber auch immer wieder von unserer Linie abbringen lassen. Auf den ungewohnt engen Platz hatten wir uns eingestellt, hatten aber unsere Probleme die öffnenden Angriffe auszuspielen. Die RCU’ler waren sehr wach und konsequent. Meine Jungs können stolz sein auf ihre Leistung in der nun abgeschlossenen Vorrunde. Alle Spieler stellen sich ihrer Verantwortung und tragen mit viel Einsatz und Engagement zur guten Stimmung in der Mannschaft teil. Alle freuen sich auf die verdiente Winterpause – doch wir werden weiterarbeiten und -trainieren.“

Für den Rugby-Club Rottweil spielten:
Michael Oswald, Swen Engelhardt, Robert Lehmann, Noah Volkers, Martin Storck, Tobias Oswald, Leonardo Faria, Mounga Taufatefau, Max Eigenmann, Markus Wiener und Richard Nothwang (alle Sturm); sowie Martin Ross, Sio Kapaga, Edwayne Molisilafei, Manuel Jäger, Stephan Holpp, Bjarne Stern, Emmanuel Mora und Jörg Hügel (alle Verbindung und Drei-Viertel).

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Rugby-Club Rottweil fährt zum RC Unterföhring

Ergebnis:

RC Unterföhring – RC Rottweil

20 : 33

 

 

Zum letzten Spiel der Vorrunde reist der RCR am Samstag zum RC Unterföhring (14.00 Uhr). Der RCR steht auf Platz zwei der Tabelle und möchte mit einem Sieg die Grundlage schaffen, den Anschluss an die 

Tabellenspitze zu halten. Die Bayern belegen nach dem überraschenden Sieg beim Heidelberger TV (HTV) derzeit den 5. Tabellenplatz.

Für die Unterföhringer verliefen aber die bisherigen Spiele alles andere als zufriedenstellend. Neben vier z. T. knappen Niederlagen konnten sie die Begegnungen gegen Schlusslicht Stuttgarter RC und gegen den HTV in der aktuellen Ligarunde für sich entscheiden.

Die aktuelle Tabelle

Trainer Gustavo Lopez und Co-Trainer Franz Schmiederer sowie den Spielern ist klar, dass die RCR’ler den Gegner nicht unterschätzen dürfen. Die RCU’ler fuhren am letzten Wochenende mit geschwellter Brust aus der Kurpfalz zurück. Mit der besten Saisonleistung nahmen sie vor allem in der zweiten Spielhälfte dem Traditionsclub vom unteren Neckar die Punkte ab. Die „Schwarz-Gelben“ haben nach dem Dämpfer gegen den Zweit-Liga-Überflieger SC Neuenheim vor zwei Wochen gegen Nürnberg am letzten Samstag zu alter Stärke zurückgefunden und deutlich gewonnen. Dies sollte auch nahe der bayrischen Metropole gelingen. Die Rottweiler möchten die Vorrunde erfolgreich abschließen. Vor allem auf die Sicherung eigener Gassen und Gedränge soll das Hauptaugenmerk gerichtet sein, um so Grundlagen für das offene Sturmspiel zu schaffen. Dann wird es möglich sein, dass die Hintermannschaft (Drei-Viertel-Reihe) ihre Spielzüge und Kombinationen erfolgreich abschließen kann. Die RCU‘ler müssen sich bei diesem Kräftemessen also von Anfang auf ein offensives Kampfspiel seitens der „Schwarz-Gelben“ einstellen.

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