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RC Rottweil mit Kampfsieg in Heidelberg

RCR schlägt den Heidelberger TV mit 27:21 (Halbzeit 13:13)

Es war ein an Spannung nicht zu überbietendes, faires, kämpferisches Spiel von beiden Mannschaften und eine Werbung für den Rugbysport. Darüber waren sich alle einig, egal ob Fan vom RCR oder dem HTV. Mit dem Ergebnis bleiben die „Schwarz-Gelben auf dem dritten Tabellenplatz. Die RCR’ler können stolz sein, denn bis zum Schluss hatte sich kein einziger Spieler aufgegeben und nur durch den beeindruckenden Kampfgeist, den alle hier gezeigt hatten, war dieser Erfolg möglich. Dass das Spiel seine Spuren bei allen hinterlassen hatte, war bei der Ankunft in Rottweil deutlich zu erkennen und jedem Einzelnen konnte man die Erschöpfung ansehen. Viel Zeit zum Erholen bleibt nicht, denn schon am kommenden Samstag treffen die Neckarstädter in München auf den RFC und eine Woche später geht es zum bisher ungeschlagenen Erst-Liga-Absteiger SC Neuenheim (Heidelberg).

Rottweil begann konzentriert und druckvoll und ging mehr als verdient nach fünf Minuten mit einem verwandelten Straftritt von Schlussspieler Emmanuel Mora in Führung. Mit einem Versuch von 1.-Reihe-Stürmer Markus Brausam und der Erhöhung von Emmanuel Mora bauten sie die Führung auf 10:0 aus. Danach aber endete die anfängliche RCR-Drangphase. Die Gastgeber verlagerten das Spiel mit ihrer schnellen Drei-Viertel-Reihe mehr und mehr in die Hälfte der Rottweiler, ohne aber ins Viertelfeld der Gäste kombinieren zu können. Bei deren Defensivbemühungen wurden den HTV’ler zwei Straftritte zugesprochen, die sicher zum zwischenzeitlichen 6:10 verwandelt wurden. Danach überwarfen die „Schwarz-Gelben“ eine eigene Gasse und die Kurpfälzer konnten aus dieser Situation mit einem Versuch und der Erhöhung mit 13:10 in Führung gehen. Gegen Ende der ersten Halbzeit war es wieder der RCR, der seine Chancen hatte und gute Meter machte. Sie scheiterten aber an der verbissenen HTV-Verteidigung. Mit einem verwandelten Straftritt durch Emmanuel Mora konnten sie aber zum 13:13-Halbzeit-Stand ausgleichen.

Nach der Halbzeitpause blieb das Spiel spannend, beide Seiten wirkten in Anbetracht des knappen Punktestandes angespannt und suchten nach einer Entscheidung. Nach Ballhalten am Boden verwandelten die „Turner“ den Straftritt zur 16:13-Führung. Danach waren es die Rottweiler, die nach einer Gasse und schnellem Pass durch Innen-Drei-Viertel Nikolas Rinklin zum 16:18 punkten konnten. Nach der Erhöhung
durch Emmanuel Mora stand es 16:20. Doch wenige Minuten später wechselte die Führung erneut. Nach einer Reihe kraftvoll gespielter Rucks (offene Gedränge) im Viertelfeld des RCR öffneten die HTV’ler die Seite mit einem langen Pass und konnten zum 21:20 ablegen. Die „Schwarz-Gelben“ steckten nicht auf und konnten das Spiel wieder in die Hälfte der Gastgeber verlagern. Ein zugesprochener Straftritt wegen Fouls wurde vor den Malstangen aber leichtfertig vergeben. Kurz vor Spielende eroberten sich die RCR-Cracks mit einem Versuch wieder die Führung. Nach mehreren Rucks schloss der eingewechselte Bernard Tsang eine kurzen Sprint erfolgreich ab. Ein regelwidriges „High-Tackle“ konnte ihn dabei nicht aufhalten. Aufgrund dieses Fouls entschied der gut leitende Schiedsrichter Thomas Bollian auf Strafversuch (zählt 7 Punkte, da die Erhöhung dazugerechnet wird) zum 21:27-Endstand.

Trainer Gustavo Lopez: „Ein offenes Spiel auf beiden Seiten mit viel Spannung und Einsatz. Trotz der verletzungsbedingten Umstellungen ist bei uns vieles gut gelaufen. Die Jungs haben toll gekämpft und nicht aufgegeben. Wir hätten aber noch konsequenter agieren sollen sowohl defensiv wie auch offensiv. Manchmal waren nicht nahe genug am Gegner, was dem HTV die Gelegenheit gab ihre schnellen Drei-Viertel-Spieler einzusetzen. Insgesamt war es eine tolle Mannschaftsleistung.“

Für den Rugby-Club Rottweil spielten: Markus Brausam, Michael Oswald, Swen Engelhardt, Noah Volkers, Martin Storck, Costi Croitoru, Leonardo Faria, Tobias Oswald, Richard Nothwang, Max Eigenmann, Markus Wiener (alle Sturm); sowie Martin Ross, Sio Kapaga, Nikolas Rinklin, Stephan Holpp, Rui da Silva, Bjarne Stern, Emmanuel Mora und Bernard Tsang (alle Verbindung und Drei-Viertel).

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