Sieg im DRV Pokal: RC Rottweil – Berlin Grizzlies 42 : 5

Mit einer äußerst geschlossenen Mannschaftsleistung erreicht der Rugby-Zweitligist RC Rottweil die nächste Runde im DRV-Pokal. Das Team schlug vor ca. 150 begeisterten Zuschauern am Samstag-Nachmittag den Erstligisten RC Berlin Grizzlies mit 42 : 5.

Die körperlich ausgeglichenen Teams tasteten sich nur die ersten paar Minuten ab. Die „Schwarz-Gelbe“-Überlegenheit zeichnete sich früh ab. Die Berliner wurden in die Verteidigung gedrängt und kamen kaum in Ballbesitz. Den überfälligen Versuch zum 5 : 0 legten die Gastgeber nach 6 Minuten, als Innen-Drei-Viertel Stephan Holpp nach einem Gedränge und anschließendem Ruck freigespielt wurde und ablegen konnte. Die fällige Erhöhung verwandelte Verbinder Emmanuel Mora zum 7 : 0, ebenso einen Straftritt wenige Minuten später zum 10 : 0. Die RCR’ler machten im offenen Spiel weiter Druck – doch dabei blieb es zunächst. Eine Reihe von Möglichkeiten konnten gegen die stark spielende Berliner Defensive nicht erfolgreich abgeschlossen werden. Beide Mannschaften neutralisierten sich in dieser Phase und die Angriffe beider Teams wurden meist durch harte und saubere Tacklings gestoppt. Trotz allem hatten die „Schwarz-Gelben“ mehr Anteile am Spiel und setzten sich in des Gegners Hälfte fest. Die Gassen und offenen Gedränge wurden mehrheitlich gewonnen, man vermisste aber den direkten raumgreifenden Antritt nach vorne. Erst wenige Minuten vor Seitenwechsel konnten die Hauptstädter wieder überwunden werden: Der 3.-Reihe-Stürmer Robert Lehmann punktete zum 15 : 0 nach einem Straftritt ins Aus. Die eigene Gasse schoben die RCR-Stürmer im Paket ins Malfeld.

Im zweiten Spielabschnitt dominierte der RCR weiter und setzte sein aggressives, variantenreiches Sturmspiel fort. Schon kurz nach Seitenwechsel fand Schlussspieler Costi Croituru die Lücke zum dritten RCR-Versuch (20 : 0). Nach geschlossenem Stürmerspiel an der Gasse und mit mehreren Angriffsphasen in offenen Gedrängen gelangte der Ball kurz später zu Innen-Drei-Viertel Antoine Essomba, der den Ball kurz vor dem gegnerischen Viertelfeld aufnehmen und zum 25 : 0 ablegen konnte. In ähnlicher Manier konnte der junge Robert Lehmann seinen zweiten Versuch legen: Nach einer gewonnenen Gasse an der Mittellinie schoben die Gastgeber das Paket nach vorne, öffneten mit mehreren Rucks und Robert Lehmann konnte von außen bis unter die Malstangen einlaufen. Nach der Erhöhung von Costi Croituru stand es 32 : 0. Danach drängten die Gäste offensiv nach vorne, erhöhten noch einmal ihr Spieltempo aber auch den Körpereinsatz – sie wollten punkten und gaben das Spiel keinesfalls verloren. Nach knapp einer Stunde konnten sie nach einem Konterangriff auf 32 : 5 verkürzen. Danach nahmen die Gastgeber aber das Heft wieder in die Hand und mit zwei sehenswerten Versuchen nach mehreren Rucks und seitlichen Spielverlagerungen konnten Antoine Essomba und der eingewechselte Außen-Drei-Viertel Sergiu Nedelcu zum Endergebnis von 42 : 5 ablegen.

Kapitän Florian Dicu: „Die deutlichen Siege in den Spielen der vergangenen Rundenspielen hätten bei uns schon zu einer leichten Selbstüberschätzung führen können, doch heute hat die Mannschaft gezeigt, dass sie hoch konzentriert, sehr kämpferisch und willensstark war. Die sieben Versuche waren der verdiente Lohn. Jeder der 21 eingesetzten Spieler hat mit seinem großartigen Einsatz zum Sieg gegen die starken Berliner beigetragen. Wir konnten mit unserer Taktik und Technik den Grizzlies deutlich ihre Grenzen aufzeigen und beherrschten sie über einen Großteil der Spieldauer.“

„Unter der sehr guten Leitung des Schiedsrichtergespanns Florian Forstmeyer, Jörg Becker und Simon Wilde hat unser Team hat gegen einen starken Gegner deutlich gewonnen. Die Mannschaft hat gegen den Berliner Erstligisten geschlossen gekämpft und sich mit der bisher besten Saisonleistung behauptet. Im Training wird gute Arbeit geleistet und die Mannschaft konnte mit ihrer Taktik und Technik den äußerst fairen und sympathischen Grizzlies die Grenzen aufzeigen. Das macht Mut auf das anstehende Rundenspiel in zwei Wochen beim Mitfavoriten StuSta München. Toll war für die Mannschaft die positive und lautstarke Unterstützung durch die Zuschauer“, meinte der 1. Vorsitzende Karl-Heinz Bahr.

Für den Rugby-Club Rottweil spielten: Radu Dragomir, Gabriel Jäger, Swen Engelhardt, Julian Dupont, Noah Volkers, Michael Oswald, Robert Lehmann, Florian Dicu, Lucian David, Max Eigenmann und Markus Wiener (alle Sturm); sowie Manuel Jäger, Emmanuel Mora, Stephan Holpp, Antoine Essomba, Tobias Oswald, Fabian Schüler, Costi Croituru, Ionuts Borghina, Sergiu Nedelcu und Sebastian Wilde (alle Verbindung und Drei-Viertel).