Rugby: RC Rottweil feiert 67:0-Sieg über den RC Unterföhring

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung bestätigte der RC Rottweil im  Duell gegen den RC Unterföhring (RCU) den 2. Tabellenplatz in der 2. Rugby-Bundesliga Süd. Schon vor diesem letzten Duell der laufenden Saison hatten sich die „Schwarz-Gelben“ für die Aufstiegsspiele zur ersten Bundesliga qualifiziert, die Anfang Juni ausgetragen werden.

Die Gastgeber begannen  vor ca. 180 Zuschauern offensiv und konnten gleich in der Anfangsphase mit zwei Versuche der 1.-Reihe-Stürmer Gabriel Jäger und Mo Taufateau das gut besetzte Team aus Bayern beeindrucken. Vorausgegangen waren jeweils druckvoll gespielte Rucks (offene Gedränge), die dann zur Seite geöffnet werden konnten.  Der RCR drängte weiter, konnte von der RCU-Abwehr kaum aufgehalten werden. In der 14. Minute konnte Innen-Drei-Viertel Nikolas Rinklin nach einem offenen Gedränge den dritten von zwölf RCR-Versuchen zum 15:0 legen und Verbinder Sio Kapaga erhöhte auf 17:0. Danach hatte der RCU deutlich mehr Spielanteile, alle Offensivanstrengungen scheiterten aber an der konsequenten Verteidigung der Gastgeber. Sie waren es auch, die die Partie in den letzten zehn Minuten bis zum Seitenwechsel mit drei weiteren Versuchen dominierten: Zuerst war es der  3.-Reihe-Stürmer Michael Oswald, der nach einem Gedränge und Spiel über mehrere Stationen das „Ei“ zum 22:0 ablegte. Danach konnte Schlussspieler Emmanuel Mora nach seinem Sololauf durch die Verteidigung und seiner gelungenen Erhöhung die Führung zum 29:0 ausbauen. Kurze Zeit später wurde Zweite-Reihe-Stürmer Noah Volkers nach einer Ballstafette freigespielt und konnte mit seinen energischen Sprint vorbei an drei gegnerischen Verteidigern zum 34:0-Halbzeitstand erfolgreich anschließen. Das Team vom Rande der bayrischen Landeshauptstadt  musste im Verlauf der ersten Halbzeit deutlich mehr verteidigen als ihnen lieb war. Die RCR-Stürmer kontrollierten nach offenen Gedrängen und Standardsituationen (Gedränge, Gassen) das Spielgeschehen und konnten so mit vielen Varianten das Spiel für die schnelle Hintermannschaft öffnen.

In der zweiten Halbzeit konnte der RCR nach einem kurzen RCU-Strohfeuer mit zwei vielversprechenden Angriffsaktionen das Geschehen rasch wieder kontrollieren. Nach geschlossenem Stürmerspiel in der 46. Minute  gelangte der Ball zu Mo Taufateau, der den Ball nahe der 22-m-Linie aufnahm und zu seinem zweiten Versuch ablegen konnte (39:0). Die Stürmer kontrollierten mit ihren Aktionen wie in der ersten Hälfte den Ball. Kurz später wurde 1.-Reihe-Stürmer Gabriel Jäger in der Nähe der Mittellinie angespielt, der in der Manier eines Drei-Viertel-Spielers nach starkem Sprint ebenfalls seinen zweiten Versuch legen konnte (44:0). Sio Kapaga erhöhte zum zwischenzeitlichen 46:0.  Immer wieder versuchten die Gäste sich in Szene zu setzen – ihre Bemühungen endeten aber fast immer im Bereich der 22-m-Linie und so gehörte auch die Schlussphase den Platzherren: Gegnerische Gassen mit anschließenden Rucks schob der Sturm in Richtung gegnerisches Malfeld und Verbinder Sio Kapaga legte nach starken Sprints in kurzer Folge zwei weitere Versuche. Mit seinem dritten Versuch in diesem Spiel glänzte 1.-Reihe-Stürmer Mo Taufteau: An der 5-m-Linie schob der Sturm das Gedränge heran an die Mallinie und nach einer kurzen Öffnung konnte er das „Ei“ ablegen (65:0). Nach dem gelungenen Erhöhungskick zum 67:0-Endstand pfiff der gut leitende Schiedsrichter Robert Shellenberger aus Stuttgart diese Begegnung ab.

Trainer Gustavo Lopez: „Das war eine gute Mannschaftsleistung über die gesamten 80 Minuten. Wir haben uns  gut auf das Spiel eingestellt und nur wenig zugelassen. Vor dem Spiel konnten Gassen, Gedränge und die Spielzüge der Hintermannschaft mühelos durchgegangen werden. Wir hatten heute wieder eine  Auswahl an guten Ersatzspielern, die sich nahtlos einfügten. Mit dem Erreichen des 2. Tabellenplatzes in dieser starken Süd-Gruppe haben wir die angestrebte Pflicht erfüllt. In den Aufstiegsspielen soll nun die Kür folgen. Dafür werden wir alles tun.“

Für den Rugby-Club Rottweil spielten:   

Gabriel Jäger, Henrik Weiss, Mo Taufateau, Tobias Oswald, Noah Volkers,  Rui da Silva, Michael Oswald, Leonardo Faria, Lucian David, Ladislau Szani, Robert Lehmann und Swen Engelhardt  (alle Sturm); sowie Martin Ross, Sio Kapaga, Nikolas Rinklin, Lukas Kästner, Vincent Holpp , Antoine Essomba,  Emmanuel Mora, Bernard Tsang, Fabian Schüler und Jörg Hügel (alle Verbindung und Drei-Viertel).

Bilder vom Spiel