Rugby-Club Rottweil schlägt Stuttgarter RC deutlich

2. BL-Süd

Klarer Sieg bei bestem Frühlingswetter: Mit fünf Punkten und einem 73:3-Sieg (Halbzeit 40:3) im Gepäck kehrten die „Schwarz-Gelben“ aus Stuttgart heim und sicherte so den 2. Tabellenplatz. Nach einem derart klaren Sieg hatte es in der Anfangsphase nicht ausgesehen, aber danach gelang die Vielzahl der Punkte (11 Versuche und 9 Erhöhungskicks).

Mit drei 18-jährigen Eigengewächsen (Bjarne Stern, Lukas Kästner und Hennrik Weiss) in der Startaufstellung begann der RCR die Begegnung auf der Hohen Eiche in Degerloch. Die stark motivierten Stuttgarter setzten sich mit dem Ankick in der RCR-Hälfte fest und holten per Strafkick die ersten Punkte des Spiels (3:0). Allerdings sollten es auch ihre letzten bleiben, denn mit zunehmender Spieldauer waren fast  nur noch die RCR‘ler im Angriff, die mit einem Strafversuch zum 3:7 nach Foul (High-Tackle) ihre Punktejagd begannen. Kurz später war es 1.-Reihe-Stürmer Mo Taufateau, der  nach geschobenem Gedränge per Handauf zum 3:12 punkten konnte. Die SRC‘ler warfen danach alles in die Offensive, doch die Rottweiler Defensive stand. Sie konterten nach einem Straftritt und gelungener Gasse mit dem dritten Versuch nach dynamischem Antritt von Kapitän Leo Faria und Abspiel zu 2.-Reihe-Stürmer Noah Volkers zum 3:17. Schlussspieler Costi Croitoru erhöhte auf 3:19. Vorausgegangen waren mehrere Rucks (offene Gedränge) und mit seitlichen Spielverlagerungen. Der RCR spielte seine Überlegenheit vor allem mit dem Sturm aus.  Nach gut gespielten Rucks   konnte sich  zunächst 1. Reihe-Stürmer Markus Brausam zum 3:24 ins Malfeld durchtanken. Costi Croitoru erhöhte zum 3:26, wie auch bei den folgenden beiden Versuchen. So war es wiederum Mo Taufateau, der die Führung zum 3:31 ausbaute. Nach einem weiten Pass konnte Außen-Drei-Viertel Lukas Kästner erst kurz vor dem Malfeld gestoppt werden. Dritte-Reihe-Stürmer Robert Lehmann konnte den Angriff zum 3:38 erfolgreich abschließen. Beim Stand von 3:40 schickte der gut leitende Schiedsrichter Thomas Bollian die Cracks in die Halbzeitpause.

Mit der Vorgabe, sich nach einigen Auswechselungen weiter auf das eigene Spielsystem zu konzentrieren gab Trainer Gustavo Lopez mit seiner  Halbzeit-Ansprache die Marschrichtung vor.  Die RCR’ler fanden schnell wieder ins Spiel und drängten offensiv nach vorne, erhöhten das Spieltempo aber auch den Körpereinsatz.  Das Spielgeschehen wurde so überwiegend in die gegnerische Hälfte verlagert. Markus Brausam tankte sich  durch die SRC-Defensive und legte seinen zweiten Versuch für den RCR zum 3:45. Wenige Minuten später war es Verbinder Sio Kapaga, der nach einem Solo vorbei an mehreren Gegenspielern  Innen-Drei-Viertel Nicolas Rinklin anspielte, der die Mallinie überquerte und zum 3:52 ablegte. Costi Croitoru erhöhte auf 3:54. In ähnlicher Manier bauten die „Schwarz-Gelben“ ihre Führung aus: Zu seinem dritten Versuch nahm Mo Taufeteau  nach einem Ruck in der eigenen Hälfte  das „Ei“ auf und legte nach gutem Antritt und eindrucksvollem Sprint unter den Malstangen ab. Nach der Erhöhung stand es 3:61. Nach etwa einer Stunde Spielzeit war es wiederum Nicolas Rinklin, der mit einem starken Lauf zum 3:66 abschloss. Danach schaltete der RCR einen Gang zurück, wechselte weitere Spieler ein, verlor dabei aber auch etwas die Vorgaben der Trainer. Die Stuttgarter strebten in der Schlussphase nach Ergebniskosmetik und starteten immer wieder zu  Angriffen, die aber infolge fehlender Unterstützung und der RCR-Defensivarbeit keine Aussicht auf Erfolg hatten. Die RCR‘ler spielten die Begegnung routiniert zu Ende, konnten das „Ei“ in den eigenen Reihen halten und setzten den Schlusspunkt nach einer Gasse an der 22-Meter-Linie. Der eingewechselte Gedrängehalb Christian Volkmann  passte  kurz vor die Mallinie  auf Noah Volkers, der mit seinem zweiten Versuch zum 3:71  ablegte. Costi Croitoru erhöhte zum 3:73 Endstand.

RCR-Trainer Dr. Gustavo Lopez: „Das Spiel hatte alles, was ein gutes Rugbyspiel haben muss: Zwei engagierte Teams, eine fair und hart geführte Auseinandersetzung auf beiden Seiten. Wir haben deutlich gewonnen und die Gelegenheit genutzt, drei unserer Nachwuchsspieler in die Mannschaft einzubauen. Das hat gut geklappt. Unser Spiel war solide und sicher bis weit in die zweite Halbzeit hinein –  in der Schlussphase etwas zu hektisch. Da hätten wir unser System weiterspielen sollen und so noch den einen oder anderen Abschluss schaffen können. Insgesamt war es  eine gute Mannschaftsleistung. Einsatz, Abstimmung und Zusammenspiel haben gestimmt.“

Für den Rugby-Club Rottweil spielten:  Markus Brausam, Hennrik Weiß, Mo Taufateau, Tobias Oswald, Noah Volkers,  Robert Lehmann,   Leonardo Faria, Michael Oswald, Rui das Silva,  Martin Storck und Richard Nothwang (alle Sturm); sowie Martin Ross,  Sio Kapaga, Nicolas Rinklin, Vincent Holpp, Lukas Kästner, Bjarne Stern, Costi Croitoru, Christian Volkmann, Emmanuel Mora,  Antoine Essomba und Bernard Tsang   (alle Verbindung und Drei-Viertel)