RCR schlägt Karlsruher SV mit 45:15

Beim 45:15 Sieg (Halbzeit 19:12) gegen den ambitionierten Karlsruher SV (KSV) hatten die „Schwarz-Gelben“ mehr Mühe als erwartet. Die „Fächerstädter“ konnten in dieser Begegnung vor ca. 200 Zuschauern das Spiel über weite Strecken offen halten.

Das Spiel begann nach dem Anpfiff des gut leitenden Schiedsrichters Robert Schellenberger auf beiden Seiten druckvoll und war geprägt durch zahlreiche Aktionen der beiden Sturmreihen. Die Platzherren fanden aber schwer ins Spiel, verloren durch ungenaue Anspiele immer wieder den Ball und konnten ihre Angriffe nicht wie gewohnt druckvoll nach vorne spielen. So kamen die Stürmer des KSV immer wieder in Ballbesitz und konnten nach Öffnung auf die Drei-Viertel-Reihe den ersten Versuch legen. Nach der gelungenen Erhöhung stand es 0:7. Die RCR‘ler schafften kurz darauf nach mehreren offenen Gedrängen mit dem Versuch von Gedrängehalb Martin Ross und der gelungenen Erhöhung von Manuel Jäger auszugleichen. Wenige Minuten später konnte Michael Oswald einen Überkick erlaufen und das „Ei“ mit Unterstützung von Robert Lehmann im KSV-Malfeld ablegen. Schlussspieler Manuel Jäger baute die Führung auf 14:7 aus. Trotz der Führung taten sich die Platzherren weiterhin schwer und ermöglichten den Fächerstädtern nach mehreren nur halbherzigen Tackles den Anschlussversuch zum 14:12. Die „Schwarz-Gelben“ taten sich in der Defensiv-Abstimmung weiterhin schwer, so dass es immer wieder zu gefährlichen Durchstößen der schnellen Hintermannschaft der Badener kam, die durchweg aber abgewehrt werden konnten. Erst kurz vor der Halbzeit konnten die RCR-Cracks die Führung ausbauen. Nach mehreren Rucks (offene Gedränge) konnte der freigespielte Verbinder Emmanuel Mora zum 19:15-Halbzeitstand einlaufen und ablegen.

Gleich nach Wiederanpfiff baute Stephan Holpp nach einem gut gespielten Drei-Viertel-Angriff auf 24:12 aus. Trotz großem und engagiertem Einsatz der Gäste ließen die RCR‘ler kaum mehr etwas zu. Vereinzelt zwar brachen KSV-Spieler durch die RCR- Reihen, wurden aber immer in sicherem Abstand zur Versuchslinie zu Fall gebracht. Dabei kam es aber immer wieder zu Regelwidrigkeiten (unsauberes Bodenspiel, Nichteinhalten der Abseitslinie), die gegen den RCR mit Strafkicks geahndet wurden. So verwandelte der KSV in der 60. Minute einen Straftritt zum 24:15. Weitere Penaltys konnten die Gäste nicht verwerten. Nach mehreren Auswechslungen durch Trainer Gustavo Lopez konnte der RCR die Spielintensität noch einmal erhöhen. Der Sturm des RCR setzte sich immer wieder im Viertelfeld der „Blauen“ fest und konnte in der Schluss-Viertel-Stunde noch dreimal punkten: Zunächst gab es eine Reihe von offenen Gedrängen und nach dem Versuch des 3.-Reihe-Stürmes Robert Lehmann und der Erhöhung durch Manuel Jäger stand es 31:15. Danach war es der 1.-Reihe-Stürmer Markus Brausam, der sich nach einem Pass an der 20-Meter-Linie gegen mehrere gegnerische Verteidiger durchsetzte und so den „Versuch des Tages“ legte. Manuel Jäger erhöhte erfolgreich wie auch beim letzten Versuch des Spiels: Nach einem Überkick und einem unglücklichen KSV-Verteidigungskick kamen die RCR’ler wieder in Ballbesitz und Außen-Drei-Viertel Tobias Oswald legte zum 7. Versuch ab. Mit dem Endstand von 45:15 pfiff Schiedsrichter Robert Schellenberger die äußerst faire Partie ab.

„Das war eine gute kämpferische Mannschaftsleistung über die gesamten 80 Minuten. Im Spiel waren wir anfangs sehr angespannt, auch unsicher, ja sogar nachlässig und ohne den letzten Biss. So fanden wir schwer zu unserem gewohnten Spielniveau. Allen war bewusst, dass die KSV‘ler ihre Chancen suchen werden und es zu einem offenen Spiel kommen würde. So war es dann auch. Wir hatten das Spiel jedoch bei den Gassen und Gedrängen gut im Griff, haben aber zu viele vermeidbare Penaltys verursacht. Wir hatten heute eine Auswahl an sehr guten Ersatzspielern, die sich nahtlos einfügten“, erklärt Trainer Gustavo Lopez nach dem Sieg.

Für den Rugby-Club Rottweil spielten: Gabriel Jäger, Lucian David, Swen Engelhardt, Noah Volkers, Michael Oswald, Robert Lehmann, Vincent Holpp, Florian Dicu, Radu Dragomir, Markus Brausam, Petre Ababei, Julian Dupont und Max Eigenmann (alle Sturm); sowie Martin Ross, Emmanuel Mora, Stephan Holpp, Antoine Essomba, Fabian Schüler, Tobias Oswald, Rui Da Silva, Manuel Jäger und Sebastian Wilde (alle Verbindung und Drei-Viertel).

Markus Brausam legt den Versuch des Tages