RC Rottweil schlägt den München RFC mit 20:5 / 2. BL-Süd

Mit Feuereifer starteten die Rottweiler vor über 160 Zuschauern in die Begegnung und  drängten  die „Blau-Weißen“ weit in die eigene Spielhälfte zurück. Mehrfach standen sie in den Anfangsminuten im Malfeld der bayrischen Gäste. Das „Ei“ konnte aber nicht regelgerecht abgelegt werden und der gut leitende Schiedsrichter Dirk Aigenmann (Pforzheim) entschied jeweils auf 5-m-Gedränge. Daraus entwickelte sich nach einer seitlichen Öffnung der erste von drei Versuchen  zum 5:0 durch den RCR durch 3.-Reihe-Stürmer Michael Oswald.  Danach hatten die Bayern  nach RCR-Nachlässigkeiten  mehrfach Gelegenheit sich mit  Standard-Gedrängen oder Straftritten in die Gasse in Richtung RCR-Hälfte zu bewegen.  Dabei blieb es aber und ihre Offensivanstrengungen schufen kaum Entlastung. Die MRFC‘ler wurden durch die  Angriffe des RCR-Sturms weiter in die eigene Hälfte eingeschnürt. Die „Schwarz-Gelben“ kontrollierten  Standardsituationen (Gedränge, Gassen) und Rucks das Spielgeschehen.  Selbst einige der gegnerischen Gassen und Gedränge konnten die „Schwarz-Gelben“ für sich entscheiden. Die Offensivarbeit der RCR’ler zeigte sich als sehr wirkungsvoll, doch mehreren daraus folgenden Angriffen fehlte letztendlich der entscheidende Pass zum Durchbruch. Hinzu kam eine Reihe von fahrlässig gespielten Pässen, die die Gäste mit Gedrängen nach Vorwürfen immer wieder in Ballbesitz brachten. Die MRFC’ler  verteidigten mit viel Aufwand und kamen wenige Minuten vor Seitenwechsel erstmals mit einem stark gespielten und nur halbherzig abgewehrten Durchbruch ins RCR-Viertelfeld. Dort setzten sie sich dann auch fest, konnten aber einen zugesprochenen Straftritt nach RCR-Foul am Ruck nicht verwandeln. So wurden beim Stand von 5:0 die Seiten gewechselt und die zahlreichen Fans diskutierten die vielen ausgelassenen Möglichkeiten der „Schwarz-Gelben“.

Die zweite Spielhälfte begann mit einem weiteren Angriff der RCR’ler, die den Vorsprung unbedingt ausbauen wollten.  Doch nach einem Straftritt wegen Festhalten des Balls am Ruck konnten die Bayern einen gut gespielten Angriff nahe der Außenlinie zum 5:5-Ausgleich abschließen. Der RCR hatte das Geschehen danach rasch wieder im Griff  und die Stürmer kontrollierten mit ihren Aktionen wie in der ersten Hälfte den Ball. Einen zugesprochenen Straftritt wegen Abseits am Ruck verwandelte Verbinder Tomishiro Tamenari zum 8:5. Beide Mannschaften strebten danach, ihr Punktekonto zu erhöhen und beschäftigten den auf beiden Seiten starken  gegnerischen Sturm und mit schnellen weiten Bällen jeweils die Drei-Viertel-Reihen. Mitte des zweiten Durchgangs setzte sich der RCR mehrfach im Viertelfeld des  MRFC fest. Nach einem gewonnenen Gedränge brachte Außen-Drei-Viertel Emmanuel Mora mit einem weiten Diagonalkick Außen-Spieler Lukas Kästner ins Spiel, der erfolgreich zum 13:5 einlief. Mit großem kämpferischem Aufwand wehrten sich die Münchner gegen die drohende Niederlage, mussten in der Schlussphase aber einen weiteren Versuch hinnehmen: Nach mehreren Rucks verlagerten die RCR’ler mit langen Pässen mehrfach die Seite und Innen-Drei-Viertel Sio Kapaga schloss energisch den Angriff mit seinem Versuch zum 18:5 ab. Den langen Erhöhungskick von der Seitenlinie verwandelte Verbinder Tomishiro Tamenari zum 20:5 Endstand.

Trainer Gustavo Lopez: „ Ich bin sehr zufrieden. Wir haben gegen einen schwierigen und starken Gegner gewonnen und sind weiter ungeschlagen. Wir schufen sehr viele Spielanteile, waren klar überlegen,  kamen trotz dieser Vorteile aber nicht zu Punkten. Das war etwas frustrierend. Gut war aber, dass wir nach dem Gegenversuch weiter punkten konnten. Wir werden uns nun so vorbereiten, dass wir  mit optimaler Form ins letzte Spiel dieses Jahres am kommenden Sonntag beim Heidelberger TV gehen können.

Für den Rugby-Club Rottweil spielten:  

Markus Brausam, Hennrik Weiss, Swen Engelhardt, Noah Volkers, Petrica Ababei, Rui da Silva,  Michael Oswald, Leonardo Faria, Ladislau Szani, Filip Turkiewicz und Tobias Oswald (alle Sturm); sowie Martin Ross,  Tomohiro Tamenari, Stephan Holpp, Sio Kapaga, Lukas Kästner, Emmanuel Mora, Costi Croitoru, Antoine Essomba, Bernard Tsang und Max Saile (alle Verbindung und Drei-Viertel).