RC Rottweil schlägt den Karlsruher SV 39:3

„Mit einer durchschnittlichen Leistung über die gesamte Spielzeit haben wir heute deutlich gewonnen und dem badischen Gastgeber klar die Grenzen aufgezeigt. Wir konnten, trotz einiger taktischer Positions-Umstellungen, an die guten Leistungen gegen München RFC und den Heidelberger TV in den letzten beiden Spielen der Rückrunde in der 2. Bundesliga anknüpfen. Wir sind auf einem guten Weg, konnten die Ergänzungsspieler gut integrieren, wenn auch heute nicht alles geglückt ist, was wir uns für unser Spielkonzept vorgenommen hatten“, kommentiert RCR-Trainer Gustavo Lopez die Partie gegen den Karlsruher SV beim 39:3 – Auswärtssieg.

Mit Feuereifer, aber sichtlich nervös starteten die Rottweiler in die Begegnung und drängten die „Blau-Weißen“ weit in die eigene Spielhälfte zurück. Zweimal standen sie in den Anfangsminuten im Malfeld der Gastgeber. Das „Ei“ konnte aber nicht regelgerecht abgelegt werden und der gut leitende Schiedsrichter Robert Shellenberger entschied jeweils auf 5-m-Gedränge. Daraus entwickelte sich nach einer seitlichen Öffnung der erste von sieben Versuchen zum 5:0 für den RCR durch Außen-Drei-Viertel Antoine Essomba. Danach hatten die Badener nach RCR-Nachlässigkeiten mehrfach Gelegenheit sich mit Standard-Gedrängen in Richtung RCR-Hälfte zu bewegen. Dabei blieb es aber. Die Defensivarbeit der RCR’ler zeigte sich dabei als sehr wirkungsvoll und nach 20 Minuten konnten „Schwarz-Gelben“ durch Innen-Drei-Viertel Emmanuel Mora punkten. Danach war das badische Feuer nur noch am Glimmen und sie konnten nur mit Einzelleistungen manche Situation entschärfen. Die KSV‘ler wurden durch die Angriffe des RCR-Sturms weiter in die eigene Hälfte eingeschnürt. Die „Schwarz-Gelben“ kontrollierten nach offenen Gedrängen und Standardsituationen (Gedränge, Gassen) das Spielgeschehen. Selbst gegnerische Gassen und Gedränge konnten die „Schwarz-Gelben“ häufig für sich entscheiden. Bis zum Seitenwechsel konnte 3.-Reihe-Stürmer Michael Oswald nach einem offenen Gedränge den Ball im Malfeld ablegen ebenso wie Antoine Essomba, der nach guten Rucks und schnellen seitlichen Öffnungen zwei weiteren Versuche erfolgreich abschloss. Nach einer Erhöhung von Bernard Tsang wurden beim Stand von 27:0 für den RCR nach vierzig Minuten die Seiten gewechselt.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigten die Gastgeber einige gefährliche Ansätze, die sie mehrfach bis ans Viertelfeld der RCR’ler brachte. Diesen Angriffen fehlte aber die notwendige Geschlossenheit um zum Ziel zu führen. Einige Sololäufe sahen zwar spektakulär aus – es blieben aber Einzelaktionen. Der RCR hatte das Geschehen rasch wieder im Griff und die Stürmer kontrollierten mit ihren Aktionen wie in der ersten Hälfte den Ball. Trotz einer Vielzahl aussichtsreicher Angriffe konnten weitere Versuche zunächst aber nicht erzielt werden, nicht zuletzt auch deshalb, weil mancher entscheidende Pass zu ungenau kam und das Spiel wegen Vorwurfs unterbrochen werden musste. Erst nach über einer Stunde Spielzeit konnten zwei Angriffe durch Schlussspieler Manuel Jäger und den Außen-Drei-Viertel Fabian Schüler erfolgreich abgeschlossen werden. Nach der Erhöhung durch Manuel Jäger stand es 39:0 für „Schwarz-Gelben. Vorausgegangen waren jeweils Sturmangriffe aus Standardsituationen mit mehreren offenen Gedrängen und danach die Öffnung über die gesamte Spielfeldbreite auf die Außenpositionen. In der Nachspielzeit kamen die Gastgeber nach einem verwandelten Straftritt zum 39:3- Endstand für den RCR.

Vorstand Karl-Heinz Bahr: „Wir sahen heute eine bis zum Schlusspfiff kräftezehrende und engagierte Auseinandersetzung auf beiden Seiten mit einem klaren Sieg für den RCR. Trotz allem lief in unserem Team manches zähflüssig und hektisch. Insgesamt war es aber eine gute Mannschaftsleistung, auch konditionell und athletisch. Unser Blick richtet sich auf das Aufstiegsspiel Ende Mai beim Meister der 2.-BL-West-Gruppe RC Luxemburg. Ein echtes Kräftemessen verspreche ich mir aber zuvor noch am kommenden Samstag, wenn der verdiente Süd-Meister StuSta München zum letzten Rundenspiel in Rottweil antritt.“

Für den Rugby-Club Rottweil spielten: Lucian David, Swen Engelhardt, Markus Brausam, Petre Ababei, Michael Oswald, Noah Volkers, Leonardo Faria, Rui Da Silva, Max Eigenmann, Martin Storck und Julian Dupont (alle Sturm); sowie Martin Ross, Bernard Tsang, Stephan Holpp, Emmanuel Mora, Antoine Essomba, Tobias Oswald, Manuel Jäger, Marian Toader und Fabian Schüler (alle Verbindung und Drei-Viertel).