RC Rottweil schlägt den Heidelberger TV und behauptet 2. Tabellenplatz

„Das Ligaspiel in der 2. Bundesliga Gruppe Süd zwischen dem RC Rottweil und dem Heidelberger TV endet mit 51: 5 (Halbzeit 20:0) für den RC Rottweil.“ Mit diesen Worten endete vor ca. 150 Zuschauern die sachkundige Ansage des Stadionsprechers und RCR-Vorstandsmitgliedes Karl-Heinz Villinger der äußerst spannenden, schlussendlich aber doch recht einseitigen Begegnung am Samstag.
Der Beginn der Partie gehörte den RCR‘lern. Die von Trainer Gustavo Lopez
geforderten frühen Punkte eröffnete Schlussspieler Costi Croitoru mit einem Straftritt nach HTV-Abseits an der 22 m-Linie. Wenige Minuten später konnte Kapitän Leo Faria zum 8:0 ablegen und Costi Croitoru erhöhte auf 10:0. Ihre Dominanz in den Standard-Situationen (Gassen, Gedränge), aber auch die konsequente Defensiv- Arbeit brachte sie weiter nach vorne und nach 15 Minuten konnte der 3.-Reihe- Stürmer Mo Taufateau mit einem energischen Durchbruch nach einem Ruck (offenes
Gedränge) die Führung zum 15:0 ausbauen. Nach der Erhöhung wiederum durch Costi Croitoru stand es 17:0. Beim diesem Stand verflachte die Partie ein wenig. Nachlässigkeiten im Pass- wie auch im Zusammenspiel sowie in den Tackles an den Rucks führten zu Straftritten und brachten so die HTV‘ler zurück ins Spiel. Die Gäste aus der Kurpfalz verstärkten ihren Einsatz, besetzten die Spielhälfte der RCR‘ler und kamen immer wieder ins Viertelfeld der RCR‘ler. Deren Verteidigung konnte die gegnerischen Angriffszüge aber konsequent abwehren. Kurz vor Seitenwechsel
stellten die RCR-Cracks wieder auf Angriff und ein Durchbruch von Costi Croitoru führte zu einem Straftritt, den er zum 20:0 Halbzeitstand verwandelte.
Mit viel Elan kamen die Kurpfälzer aus der Halbzeitpause zurück und setzten sich in der RCR-Hälfte fest – ohne aber etwas Zählbares auf die Anzeigetafel zu bringen. Danach nahmen die Platzherren das Heft des Handelns wieder in die Hand. Das schnelle Zusammenspiel von Verbinder Sio Kapaga mit Nicolas Rinklin, Emmanuel Mora, Rui da Silva und Antoine Essomba (Drei-Viertel-Reihe) war da so druckvoll wie
zu Spielbeginn. Vier ähnlich aufgebaute Angriffe wurden erfolgreich abgeschlossen. Die Stürmer des RCR beherrschten das „Ei“ an Rucks und setzten sich dann mit gut gespielten Aufnahmen bis ins Malfeld durch. 1.-Reihe-Stürmer Michael Oswald eröffnete diese Serie, gefolgt von 3.-Reihe-Stürmer Leo Faria, 2.-Reihe-Stürmer Noah Volkers und Außen-Drei-Viertel Emmanuel Mora. Costi Croitoru verwandelte alle vier Erhöhungen und nach etwa 70 Minuten führte der RCR überlegen mit 46:0. Wenige Minuten später kamen die HTV’ler zu ihrem Ehrenversuch: Ein missglückter Befreiungskick der Platzherren landete in deren Armen, die nur mit einem Foul zu stoppen waren. Nach dem anschließenden Straftritt in die Gasse öffneten die „Turner“ das Spiel und konnten nach halbherzigen Tackles der Platzherren mit 46:5 ablegen. Die Erhöhung von weit außen gelang nicht. Den Schlusspunkt in der Nachspielzeit setzten die Platzherren: Ein weit geöffneter Angriff über den jungen Lukas Kästner führte zu einem Gedränge. Das danach gewonnene Gedränge schob der RCR-Sturm nach vorne und Mo Taufateau stellte mit seinem zweiten Versuch das
51:5 Endergebnis her.

Trainer Gustavo Lopez: „Kein Traumspiel, aber eine solider, gut und konsequent erarbeiteter Sieg gegen den HTV, gegen den wir noch nie in dieser Deutlichkeit gewonnen haben. Wir konnten vieles umsetzen und vieles hat zusammengepasst. Trotz allem gab es noch einige Schwachpunkte, an denen wir weiter arbeiten werden. So muss es uns noch besser gelingen, den Ball besser und länger in den eigenen Reihen zu halten und so den Gegner noch mehr zum Laufen zu bringen. Wirhaben das mit Spannung erwartete Spiel aber zu einer letztlich einseitigen Angelegenheit machen können. Meine Jungs dominierten die Standards, waren in Kontaktsituationen überlegen und insgesamt die besser organisierte Mannschaft.“


Für den Rugby-Club Rottweil spielten:
Markus Brausam, Swen Engelhardt Michael Oswald, Tobias Oswald, Noah Volkers, Robert Lehmann, Leonardo Faria, Mo Taufateau, Gabriel Jäger, Szani Ladislau, Martin Storck und Hennrik Weiß, (alle Sturm); sowie Martin Ross, Sio Kapaga, Nicolas Rinklin, Emmanuel Mora, Rui da Silva, Antoine Essomba, Costi Croitoru, Vincent Holpp, Lukas Kästner, Bjarne Stern und Bernard Tsang (alle Verbindung
und Drei-Viertel).