Deutliche Niederlage für den RC Rottweil in Heidelberg

SC Neuenheim (SCN) siegt deutlich mit 55:10 (29:10)

Mit einer klaren Niederlage kamen die RCR‘ler am Samstag aus Heidelberg zurück und konnten der bisher gezeigten Liga-Dominanz des Erst-Liga-Absteigers SCN nur wenig entgegensetzen. V. a. körperlich überlegen und bestens eingespielt steht der Liga-Favorit wohl vor einem unangefochtenen Durchmarsch. Die „Schwarz-Gelben“ zeigten eine gute Leistung und kämpften mit sehr viel Einsatz. Man wird sehen wie viel Kraft der Cracks gegen den SCN gelassen wurde. Am Samstag steht das nächste Heimspiel gegen den TSV 1846 Nürnberg an.

Die erste Halbzeit, ja das gesamte Duell, ging spielerisch klar an die Kurpfälzer. Die SCN‘ler begannen drangvoll und konzentriert und setzten sich mit ihrem ersten Angriff in der Hälfte der RCR’ler fest. Schon nach drei Minuten eröffneten sie den Versuchsreigen sie mit einem Sololauf an der Außenlinie und der Erhöhung zum 7:0. Nachdem die „Schwarz-Gelben“ nach einem Fehler an der Gasse bestraft wurden, schoben die Gastgeber das gewählte Gedränge weit nach vorne und erhöhten nach schnellen Pässen und der Erhöhung auf 14:0. Kurze Zeit später hielten die RCR’ler den Ball nach einer eigenen Gasse und mehreren Rucks unter Kontrolle. Eine kurze Öffnung auf 3.-Reihe-Stürmer Robert Lehmann führte nach kraftvollem Sprint zum 14:5-Anschluss. Verbinder Sio Kapaga erhöhte zum 17:7. Die Neuenheimer bauten mit ihrem körperlich überlegenen Sturm weiter Druck auf, der RCR hielt mit viel Aufwand dagegen. Zwar kamen die „Schwarz-Gelben“ mit eigenen Angriffen immer wieder ans Viertelfeld der Gastgeber, diesen Angriffen fehlte aber die notwendige Durchsetzungskraft um erfolgreich abzuschließen. Die SCN’ler schafften es immer wieder, den Spielfluss der RCR’ler mit harten Attacken zu unterbinden und ihrerseits anzugreifen und das Spielgeschehen in die Gäste-Hälfte zu verlagern. Die körperliche Überlegenheit machte sich nicht nur im Gedränge bemerkbar. Mitte der ersten Halbzeit kamen sie nach kraftvollen und sicher gespielten Seitenverlagerungen mit weiteren Versuchen zum zwischenzeitlichen 29:7. In der Nachspielzeit konnte Schlussspieler Emmanuel Mora mit einem Straftritt wegen Hochhaltens zum 29:10-Halbzeitstand abschließen.

Wie zu Spielbeginn mussten die „Schwarz-Gelben“ bei Wiederankick mit viel Aufwand weitere SCN-Attacken abwehren. Beide Mannschaften wollten ihr Punktekonto erhöhen und beschäftigten auf beiden Seiten die Stürmer und mit körperlich intensiv gespielten Rucks (offene Gedränge). Die Rottweiler zeigten in dieser Spielphase einige gute Angriffe, hatte aber auch immer wieder Probleme mit ihrer Verteidigungslinie, die durch Abseitsstellungen den gut leitenden Schiedsrichter Florian Forstmeyer zu Interventionen zwangen und mit Straftritten geahndet wurden. Den daraus folgenden Ballbesitz nutzten die letztjährigen Erst-Ligisten zu weiteren Versuchen. Mit schnell und sicher gespielten Seitenwechseln, kraftvollen Sprints gegen die RCR-Defensive oder aber auch mit intensiv und geschlossen geschobenen Rucks konnten die SCN’ler im Abstand von ca. 10 Minuten weitere vier Versuche legen und mit drei Erhöhungen das Endergebnis von 55:10 herstellen.

Trainer Gustavo Lopez: „Das war ein faires Spiel mit Härte, Athletik und Dynamik auf beiden Seiten – und einem klaren Sieger. Wir mussten die Überlegenheit des SCN anerkennen, der mit seiner körperlich und spielerisch sehr starken Mannschaft für mich schon heute als Meister und Wiederaufsteiger feststeht. Meine Spieler haben über die gesamte Spielzeit gut agiert und Moral gezeigt, konnten das Spiel in entscheidenden Situationen gegen dieses routinierte Team aber nicht gestalten. Diese Begegnung war für uns ein wichtiges Spiel und es hat uns auch gezeigt, wo wir gegen ein erstklassiges Team stehen. Aufgrund der guten Leistungen in letzten Spielen ist diese klare Niederlage für mich kein Rückschritt. Ich bin ich mit meinen Jungs sehr zufrieden und wir schauen mit Spannung auf die beiden restlichen Rückrundenspiele gegen Nürnberg und Unterföhring.“

Für den Rugby-Club Rottweil spielten:
Markus Brausam, Michael Oswald, Swen Engelhardt, Noah Volkers, Martin Storck, Robert Lehmann, Tobias Oswald, Leonardo Faria, Gabriel Jäger, Lucian David und Max Eigenmann (alle Sturm); sowie Martin Ross, Sio Kapaga, Nikolas Rinklin, Rui da Silva, Stephan Holpp, Bjarne Stern, Edwayne Molisilafei, Emmanuel Mora, Manuel Jäger, Bernard Tsang und Jörg Hügel (alle Verbindung und Drei-Viertel).