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RC Rottweil bleibt weiter mit an der Tabellenspitze

Bei regnerischem, kühlem  Wetter empfingen die RCR-Cracks vor ca. 120 Zuschauern im Spitzenspiel  der beiden ungeschlagenen Tabellenführer den SV StuSta Freimann (München)  und gewannen mit 12:3 (0:3). Das Spiel fand nach reichlichen Niederschlägen auf kaum bespielbarem Terrain statt, das allen Akteuren körperlich alles abverlangte.

Die Bayern zeigten sich vor allem in der Anfangsphase als zielstrebigeres Team und zeigten starkes, schnörkelloses Rugby mit drangvollen Kombinationen.  So waren sie zu Beginn die dominierende Mannschaft. Die „Schwarz-Gelben“ aus Rottweil kämpften in der ersten Spielhälfte mit viel Einsatz und waren in der Defensive stark gefordert. Dabei waren sie mehr mit Reagieren als mit Agieren beschäftigt. Die Studentenstädter setzten sich in mehreren Phasen immer wieder aussichtsreich vor dem Viertelfeld des RCR fest. Die „Schwarz-Gelben“ verloren einige Male  durch individuelle Fehler den Ball. Manche Tackles wurden nur halbherzig angegangen und auch bei einigen Standardsituationen wie Gassen und Gedrängen konnten eigene Bälle nicht behauptet und verwertet werden. Es war eine Reihe von Unstimmigkeiten und daraus resultierenden Unsicherheiten, die dem Gastgeber nutzten und ihn stark machten. 

Doch der Reihe nach: Schon in der 7. Minute ging StuSta durch einen Straftritt nach hohem Tackle mit 3:0 in Führung und suchten danach mit Einsatz  eine frühe Entscheidung. Die RCR‘ler hatten sich inzwischen besser auf den Gegner eingestellt und setzten sich Mitte der ersten Halbzeit mit mehreren Aktionen im Viertelfeld der Münchner  fest, wurden aber immer wieder durch regelwidriges Verhalten (Ball am Boden nicht freigegeben, Vorwurf oder Abseitsstellung) um die Früchte der Arbeit gebracht. Mit hohen Kicks drängten sie die RCR’ler in deren Hälfte zurück. So kamen sie kurz vor dem Seitenwechsel nach mehreren Rucks (offene Gedränge) einmal über die Mallinie – der Versuch wurde ihnen aber nicht zugesprochen, da sie bei einem Kurzpass das „Ei“ regelwidrig nach vorne weitergaben. Mit der knappen 3:0-Gästeführung schickten die gut leitende junge Schiedsrichterin Antonia Nussbaumer (Marburg) und ihre Linien-Assistenten Stefan Zimmermann (Karlsruhe) und Simon Wilde (Rottweil) die Cracks in die wohlverdiente Pause. 

Die zweite Halbzeit begannen beide Mannschaften nervös. Immer wieder wechselte der Ballbesitz, nach teilweise dem nassen „Ei“ geschuldeten leichteren Fehlern. Nach und nach nahmen die RCR’ler   das Heft in die Hand, drängten den Gegner weit in die eigene Hälfte zurück und starteten eine ganze Anzahl vielversprechender Angriffe, die die Bayern immer wieder in Bedrängnis brachten. In der 5o. Minute kamen die Schwarz-Gelben nach einem druckvollen Sturmangriff über mehrere Richtungswechsel nach mehreren rucks durch 1-Reihe-Stürmer Martin Ross zum 5:3. Verbinder Tomohiro Tamenari erhöhte die Führung auf 7:3. Ein weiterer Punktgewinn schien möglich, denn die RCR’ler hielten das Spielgeschehen in der StuSta-Hälfte. Eine Viertelstunde  vor Spielende gewannen die „Schwarz-Gelben“ den Ball nach einer gegnerischen Gasse und nach gut gespielten Rucks konnten die Platzherren mit schnelle gespielten Kurzpässen die Gäste düpieren und die Führung mit einem Versuch von Schlussspieler Emmanuel Mora nahe der Außenlinie zum 12:3 ausbauen. Die Schlussphase war offen. Trotz aller Anstrengungen mit aller noch verfügbaren Energie konnte sich keine der beiden Teams noch einmal entscheidend durchsetzen und die hart geführte und sehr kräftezehrende Begegnung wurde abgepfiffen.

Zur Tabellensituation: StuSta bleibt mit fünf absolvierten Spielen und 20 Punkten an der Tabellenspitze, der RCR folgt mit vier Spielen und 19 Punkten auf Platz 2. Das ausgefallene Spiel gegen den MRFC München wurde auf den 23. November verlegt.

Trainer Gustavo Lopez: 

„Wir haben ein Spiel gegen einen Mitkonkurrenten  knapp gewonnen – und das Spiel haben meine Jungs alle zusammen gewonnen mit einer kämpferischen Mannschaftsleistung gegen diese starke Münchner Mannschaft. Jeder hat aufgrund des nassen Balls Fehler gemacht, aber jeder hat auch gute Aktionen gezeigt. Das war nicht der perfekte Auftritt. Aber der rutschige Untergrundließ mehr nicht zu. Wir bleiben ungeschlagen mit an der Tabellenspitze. Besser geht es nicht. So müssen wir jetzt weitermachen. Das kraftzehrende Spiel hat bewiesen, dass wir mit unserer wöchentlichen Arbeit mit vielen Trainingseinheiten richtig liegen. Am nächsten Samstag wartet die nächste Herausforderung, wenn es zum Absteiger Neckarsulmer SU geht.“

Für den Rugby-Club Rottweil spielten:   

Markus Brausam, Hennrik Weiss, Martin Ross,  Noah Volkers, Petrica Ababei, Rui da Silva, Michael Oswald, Leonardo Faria, Alex Aridov, Ladislau Szani, Lucian David und  Filip Turkiewicz (alle Sturm); sowie Andrei Muntean, Tomohiro Tamenari, Sio Kapaga, Costi Croitoru, Antoine Essomba, Bjarne Stern, Emmanuel Mora, Stephan Holpp, Lukas Kästner und Bernard Tsang (alle Verbindung und Drei-Viertel).

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Rugby-Club Rottweil erwartet den Tabellenführer

Zum vierten Heimspiel der laufenden Saison erwartet der Rugby-Club Rottweil am Samstag (Rugby-Platz, 14.00 h) den umbenannten  SV StuSta Freimann (früher StuSta München).

Traditionell sind die Duelle gegen die Bayern immer von einer packenden Anfangsphase geprägt – beide Teams versuchen von Anfang an das Spiel und somit auch den Gegner zu dominieren. Deshalb wollen die „Schwarz-Gelben“ gleich zu Beginn ein Ausrufezeichen setzen. Sie verlassen sich dabei auf die starke Hintermannschaft und wollen vom Leistungswillen und der Kampfkraft ihrer Stürmer profitieren. Ob sie mit dieser Konstellation ihr schnelles Spiel steigern können, bleibt abzuwarten. Nichtsdestotrotz gibt Trainer Gustavo Lopez kurz und knapp die Marschroute vor: „Mein Team ist mit  sehr guten mannschaftdienlichen Leistungen  in die Saison gestartet. Wir wollen uns weiter steigern!“

Die Studentenstädter haben ihre bisherigen vier Spiele jeweils souverän gewonnen und dabei immer auch den Bonuspunkt für mehr als vier Versuche erkämpft. Die Münchner haben ein sehr eingespieltes und kampfstarkes Team, der Sturm und  die Hintermannschaft (Drei-Viertel-Reihe) spielen mit viel Körpereinsatz  und auch bei Auswechslungen oder anderen Umstellungen  kann das hohe Niveau sowohl taktisch wie auch spielerisch gehalten werden. Für die „Schwarz-Gelben“ ist es wichtig, dass das Spiel und der Kampf von Beginn an  angenommen werden. Sie sollten diszipliniert über den  Sturm mit stabilen Gedrängen und sicheren Gassen ins Spiel finden und dann vor allem mannschaftlich geschlossen agieren, sowohl in der sicher stark geforderten Defensive wie auch in der Offensive.

Trainer Gustavo Lopez: „Wir kennen das Team vom Rand des Englischen Gartens und aufgrund der bisherigen Spielergebnisse in den vergangenen Spielen ist die sportliche  Rivalität groß. Wir haben mit guten  Mannschaftsleistungen die bisherigen Spiele gewinnen können und sowohl athletisch wie auch in der Abstimmung nochmal einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht. Es ein Spiel wie jedes andere auch. Nichtsdestotrotz wollen wir gewinnen. Wir freuen uns auf diese Begegnung und hoffen auf zahlreiche Unterstützung vom Spielfeldrand.“

Im Anschluss des 2.-Liga-Spiels bestreitet die SG RCR II/Neckarhausen das Punktspiel gegen den RC Konstanz. Beide Teams stehen derzeit in der Regionalliga Baden-Württemberg punktelos am Tabellenende. Mit den bisher gezeigten durchaus ermutigenden Leistungen der  SG-Cracks gegen stärkere Gegner sollte ein Sieg gegen die Konstanzer möglich sein.

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RCR schlägt den TSV 1846 Nürnberg mit 44:24 / II. Rugby-Bundesliga Süd

Beim 44:24 Sieg (Halbzeit 22:17) gegen den ambitionierten TSV 1846 Nürnberg hatten die „Schwarz-Gelben“ mehr Mühe als erwartet. Die franken konnten in dieser Begegnung vor ca. 180 Zuschauern das Spiel über weite Strecken offen halten. 

Das Spiel begann nach dem Anpfiff des  Schiedsrichters George Kaloxios auf beiden Seiten druckvoll und war geprägt durch zahlreiche Aktionen der beiden Sturmreihen. Zwar fanden die Platzherren  schnell ins Spiel und gingen nach wenigen Minutenmit einem Versuch durch Außen-Drei-Viertel Lukas Kästner und der verwandelten Erhöhung durch Costi Croitoru mit 7:0 in Führung, verloren durch ungenaue Anspiele immer wieder den Ball und konnten ihre Angriffe nicht wie gewohnt druckvoll nach vorne spielen.  So kamen die Stürmer des TSV immer wieder in Ballbesitz und konnten nach Öffnung auf die Drei-Viertel-Reihe und mit langen Kicks das Spiel in die Hälfte der RCR’ler verlagern. Die RCR‘ler schafften dann nach mehreren Rucks mit dem Versuch von Verbinder Sio Kapaga und der gelungenen Erhöhung wiederum von Innen-Drei-Viertel Costi Croitoru den Vorsprung auf 14:0 auszubauen. Er verwandelte danach auch noch einen Straftritt zum 17:0. Trotz der Führung taten sich die Platzherren weiterhin schwer und ermöglichten den TSV‘lern  nach mehreren nur halbherzigen Tackles den Anschlussversuch zum 17:5. Die „Schwarz-Gelben“ taten sich in der Defensiv-Abstimmung weiterhin schwer, so dass es mit Hilfe weiterer Kicks immer wieder zu gefährlichen Durchstößen der schnellen Hintermannschaft der Nürnberger kam, die durchweg nur mit viel Mühe abgewehrt werden konnten. Erst kurz vor der Halbzeit konnten die RCR-Cracks die Führung ausbauen. Nach mehreren Rucks (offene Gedränge) und einem Sololauf von Stephan Holpp konnte der freigespielte Schlussspieler Emmanuel Mora zum 22:5  einlaufen und ablegen. Im Gefühl der sicheren Halbzeitführung mussten die „Schwarz-Gelben“ aber noch zwei weitere Versuche der Gäste hinnehmen: Nach einem Ballgewinn einer von mehreren „kampflos“ überlassenen Gassen stand es 22:10 und nach einem weiten Überkick nach Passfehler ans RCR-Malfeld legten die TSV’ler zum 22:17- Halbzeitstand ab.

15 Minuten nach Wiederanpfiff baute Verbinder Sio Kapaga nach einem gut gespielten Gedränge auf 27:17 aus. Trotz großem und engagiertem Einsatz der Gäste kamen die RCR’ler nach einer gewonnenen Gasse und mehreren  Rucks durch Leonardo Faria ins Malfeld. Costi Croitoru erhöhte den Versuch zum zwischenzeitlichen 34:17. Vereinzelt brachen TSV-Spieler immer wieder durch die RCR-Reihen, wurden aber immer in sicherem Abstand zur Versuchslinie zu Fall gestoppt. Doch kam es aber immer wieder zu Regelwidrigkeiten (unsauberes Bodenspiel, Nichteinhalten der Abseitslinie), die gegen den RCR mit Strafkicks, auch zwei gelben Karten geahndet wurden. So kam der TSV in der 70. Minute mit einem Versuch und verwandelter Erhöhung  zum 34:24. Die Auswechslungen durch Trainer Gustavo Lopez erhöhten noch einmal die Spielintensität. Der Sturm des RCR setzte sich immer wieder im gegnerischen Viertelfeld fest und so konnten sie durch Außen-Drei-Viertel Bjarne Stern und 3.-Reihe-Stürmer Leonardo Faria noch zweimal punkten und die Führung auf 44:24 ausbauen. Nicht ohne Folgen bleibt wohl eine Aktion in der Nachspielzeit: 3.-Reihe-Stürmer Mo Taufateau wehrte sich nach regelwidrigem Festhalten durch einen gegnerischen Spieler am Boden mit einem Schlag  und wurde des Feldes verwiesen.

„Das war keine Mannschaftsleistung über die gesamten 80 Minuten, wie ich sie mir vorstelle. So geht es sicher auch einigen Spielern. Im  Spiel waren wir anfangs sehr angespannt, auch unsicher, ja sogar nachlässig und ohne den letzten Biss. So fanden wir schwer zu unserem gewohnten Spielniveau. Allen war bewusst, dass die TSV‘ler ihre Chancen suchen werden  und es zu einem offenen Spiel kommen würde. So war es dann auch. Wir hatten das Spiel bei den Gassen nicht immer im Griff. Die Gedränge waren gut, auch einen Großteil der gegnerischen Gedränge konnten wir gewinnen. Insgesamt haben aber zu viele vermeidbare Penaltys verursacht. Wir hatten heute  eine Auswahl an sehr guten Ersatzspielern, die sich nahtlos einfügten“, erklärt Trainer Gustavo Lopez nach dem Sieg.

Für den Rugby-Club Rottweil spielten:   

Markus Brausam, Martin Ross, Swen Engelhardt,  Noah Volkers, Filip Turkiewicz, Rui da Silva, Mo Taufeteau,  Michael Oswald, Petrica Ababei, Hennrik Weiss und Leonardo Faria  (alle Sturm); sowie Daniel Muntean, Sio Kapaga, Lukas Kästner, Costi Croitoru,  Stephan Holpp, Bjarne Stern, Emmanuel Mora und Bernard Tsang (alle Verbindung und Drei-Viertel).

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Rugby-Club Rottweil erwartet den TSV 1846 Nürnberg

Zum Nachholspiel des ersten Spieltags erwartet am Samstag der RCR den TSV 1846 Nürnberg (14.00 Uhr). Das Spiel wurde verlegt, da den Franken zu wenige ausgebildete 1.-Reihe-Stürmern zur Verfügung standen. Derzeit  steht der RCR auf Platz zwei  der Tabelle und möchte nach dem wegen  schlechter Platzverhältnisse abgesagten Spiel gegen den München RFC mit einem Sieg Kontakt zum umbenannten Tabellenführer SV StuSta Freimann halten, der nächsten Samstag bei den „Schwarz-Gelben“ antritt. In der Vergangenheit trat der Verein als StuSta München an.  Der TSV 1846 Nürnberg belegt derzeit den sechsten Tabellenplatz in der starken 8er Südgruppe der 2. Bundesliga.

Für den  letztjährigen Aufsteiger aus der fränkischen Metropole verliefen die bisherigen Spiele durchwachsen. Ein Spiel gegen das  derzeitige Schlusslicht RFC Augsburg konnten die Nürnberger in der aktuellen Ligarunde für sich entscheiden.  Das zweite Spiel verloren sie deutlich beim Tabellenführer.

Aufgrund der bisherigen Rundenspiele scheint auf dem Papier eine wenig spannende Begegnung auf dem Spielplan zu stehen. Die „Schwarz-Gelben“ möchten an die Erfolge zu Beginn der Runde anschließen.  Die starke Leistung beim Kantersieg gegen den RC Unterföhring am vorvergangenen Wochenende schafft bei den Cracks zusätzliche Motivation. Das Hauptaugenmerk ist auf das Sturmspiel gerichtet, das die Grundlagen so schaffen soll, dass die Hintermannschaft (Drei-Viertel-Reihe) ihre Spielzüge und Kombinationen erfolgreich abschließen kann. Die TSV‘ler müssen sich bei diesem Kräftemessen also von Anfang auf ein offensives Kampfspiel seitens der „Schwarz-Gelben“ einstellen.

Trainer Gustavo Lopez sieht die Begegnung so: „Gegen unseren kommenden Gegner  gilt es mit mannschaftlicher Geschlossenheit und  Freude an die erfolgreichen Spiele anzuschließen, die die Mannschaft bisher gezeigt hat.  Es gibt einige Umstellungen  in der Startformation, aber das kann die Mannschaft  gut ausgleichen. Ich hoffe, dass sich meine Mannschaft mit Herz und Wille gegen die Nürnberger vor vielen treuen Zuschauern und Fans einen deutlichen Sieg erspielt, der zum vorhergesagten sommerlichen Samstag passt.“

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