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Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch

Der Rugby Club Rottweil wünscht
Allen Mitgliedern, Fans, Sponsoren und Unterstützern

Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr 2017


Am 2. Weihnachtsfeiertag treffen wir uns traditionell

ab 1o Uhr zum „Weihnachtsfrühschoppen“

Ort: Alte Post, Flöttlinstorst. 8 in Rottweil

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Interview mit Steve Ball, dem Trainer des Rottweiler Rugby Teams

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Knallharter Leistungssport

Mit Steve Ball hat der Rugby Club Rottweil einen echten Glücksgriff auf der Trainerposition gelandet. Der Engländer spielte während seiner aktiven Karriere selbst in der ersten englischen Liga. Mit dem Zweitligisten peilt Ball in dieser Saison den Aufstieg in die erste deutsche Liga an. Im Interview verrät der Coach auch, wie sich das deutsche Rugby verändern muss, um erfolgreich zu sein.

 

Was hat Sie nach Deutschland verschlagen, Herr Ball?

Steve Ball: Daniel Kästner, der Jugendwart des RC Rottweil, kam im Februar 2016 mit der U 16 und und U 18 nach Bath in England, um Trainingsspiele zu bestreiten. Bei Bath Rugby war ich zweieinhalb Jahre als Jugendtrainer tätig. Daniel lud mich für ein Wochenende nach Rottweil ein, um weitere Trainingseinhei-ten zu leiten. Dabei coachte ich die Herren-Mannschaft für ein Spiel gegen München, das wir ge-wannen. Ich hatte die Spieler erst 24 Stunden zuvor kennengelernt, von da an nahm alles seinen Weg.

Seit wann trainieren Sie den Rugby Club in Rottweil dauerhaft?

Ball: Während meiner ersten Saison war ich Teilzeittrainer hier. Ich flog an Freitagen von England hierher für die Spiele und ging am Sonntag wieder zurück. Seit Juli bin ich dauerhaft hier. Meine Familie ist immer noch in England, ich habe gesagt, dass ich bis zum Ende dieser Saison bleibe. Unser Ziel ist der Aufstieg in die erste deutsche Liga.

Ist es wahrscheinlicher, dass Sie danach bleiben, wenn Rottweil nächstes Jahr in die erste Liga aufsteigt?

Ball: Das hoffe ich, ja.

Erzählen Sie von Ihrer Karriere . . .

Ball: Bevor der Sport ab 1995 professionalisiert wurde, spielte ich für Bath Rugby in der ersten englischen Liga als Zweite-Reihe-Stürmer. In den guten alten Zeiten (lacht).

Wie hilft Ihnen Ihre Zeit als Spieler bei Ihrer Aufgabe als Trainer?

Ball: Ich glaube, dass die Spieler mich aufgrund meiner Erfahrung respektieren. Sie wollen sich verbessern. Was ich ihnen nahegebracht habe, ist, sich als Team zu präsentieren. Wenn wir auf dem Platz sind, sowohl im Training als auch vor Spielen, soll keiner alleine loslaufen. Als Mannschaft bleiben wir zusammen. Das Selbstvertrauen ist sehr wichtig. Vor den Spielen schreibe ich der Mannschaft immer in unserer WhatsApp-Gruppe das Wort „Believe“ (deutsch: Glauben). Darüber machen sich die Spieler zwar auch ein wenig lustig, doch sie nehmen sich es auch zu Herzen und wissen, was wir zusammen erreichen können.

Wie hat sich die Mannschaft verbessert, seit Sie das Sagen haben?

Ball: So viel ich weiß, war das Team schon immer sehr talentiert. Doch es hatte einen schlechten Ruf in der Liga, kassierte zu viele gelbe, rote Karten und Straftritte. Unsere Disziplin hat sich in diesem Jahr verbessert und hilft uns, Spiele zu gewinnen. Wir haben eine Teamethik eine multinationale Gruppe tritt als Team auf wir haben Herz und die Sehnsucht nach Siegen.

Hatten Sie immer vor, nach Ihrer Karriere als Trainer zu arbeiten?

Ball: Nicht wirklich, zuerst habe ich ganz normal gearbeitet. Dann bekam ich die Chance, eine U 16 bei einem anderen lokalen Klub in Bath zu betreuen. Damit hat alles angefangen, ich habe die Trainerzertifikate beim Verband absolviert. Danach bekam ich einen Job beim Jugendleistungszentrum von Bath Rugby.

Rugby ist in Deutschland ein Sport, der als exotisch gilt. Hat sich das in den vergangenen Jahren geändert?

Ball: Es wird immer beliebter und macht Fortschritte, allerdings sehr langsame.

Im weltweiten Vergleich dominieren die Ligen und Nationalteams der südlichen Hemisphäre. In Europa kommen die stärksten Teams von den „Six Nations“ (England, Schottland, Wales, Irland, Frankreich und Italien). Wo bewegt sich das deutsche Rugby im internationalen Vergleich?

Ball: Ich denke, es befindet sich noch einmal ein Level unter drittklassigen Rugby-Ländern wie Russland, Rumänien und Georgien. Rugby in Deutschland braucht bessere Strukturen und einen gut funktionierenden Verband. In England kontrolliert der Verband alles: die Vereine, das Nationalteam, die Jugendleistungszentren. Natürlich ist auch Geld immer eine Angelegenheit, viel muss investiert werden, wenn der Sport erfolgreich sein soll. Deshalb ist es auch so schade, dass die deutsche Nationalmannschaft im Siebener-Rugby (olympische Variante, die mit nur sieben anstatt 15 Spielern gespielt wird, Anm. d. Red.) es nicht zu den Olympischen Spielen geschafft hat. Eine Qualifikation für Rio hätte dem Sport generell mehr Aufmerksamkeit beschert.

Die meisten Ihrer Spieler sind aus Deutschland. Woher kommt der Rest?

Ball: Wir haben acht Rumänen im Team, einen Kiwi (Neuseeländer, Anm. d. Red.) und mich als Engländer. Der Rest sind Deutsche.

Sind die ausländischen Spieler beim RC Rottweil Profis?

Ball: Nein, die meisten arbeiten hier in einer lokalen Fabrik. Keiner von ihnen peilt eine Profikarriere an, wobei Costinel Croituru bereits für eine italienische Mannschaft gespielt hat.

Was sind Ihre langfristigen Ziele mit Rottweil?

Ball: Für die Herren ist die erste Liga das Ziel. Doch auch die Entwicklung junger Spieler ist uns sehr wichtig. Wir haben ein Kooperationsprogramm mit der Blue Bulls Academy in Südafrika gestartet, ein junger Spieler von dort schließt sich uns im Januar an. Wir arbeiten auch an der Zusammenarbeit mit meinem alten Klub Bath Rugby. Zwei junge Spieler von uns haben wir nach Bath zu einem anderen lokalen Klub geschickt, damit sie das englische Rugby kennen lernen.

Wie müssten sich der Klub und die Mannschaft verbessern, um sich in der ersten Liga zu etablieren?

Ball: Die Strukturen müssten sich wandeln. Aktuell sind wir noch Amateure. Um in der ersten Liga zu überleben, denke ich, müssten wir semi-professionell werden. Unsere Fitness hat sich in der Saisonvorbereitung stark verbessert, doch auch dort müssten wir einen weiteren Schritt nach vorne machen. Wir bräuchten noch bessere Spieler auf Schlüsselpositionen. Dafür bräuchten wir natürlich mehr Geld, deshalb bemüht sich der Verein um weitere Sponsoren.

Steve Ball (Jahrgang 1971) peilt mit dem RC Rottweil den Aufstieg in die erste deutsche Rugby-Liga an. Als Spieler war der Engländer in der ersten Liga seines Heimatlandes für Bath Rugby aktiv.

 

Rugby auf dem Vormarsch

Rottweil beendet Hinrunde ungeschlagen und hofft auf den Aufstieg

Der Rugby-Sport gilt in Deutschland in vielen Regionen noch immer als exotische Randsportart. Doch Rugby hat eine lange Tradition in Deutschland und erfreut sich einer stetig wachsenden Beliebtheit.

Im vergangenen Herbst zeigte der Spartensender Eurosport das Gros der Rugby-Weltmeisterschaft in England und freute sich über gute Einschaltquoten. Seitdem ist die Sportart jedoch wieder weitestgehend von deutschen Fernsehbildschirmen verschwunden. Fast, denn vor Kurzem zeigte mit Sport 1 ein weiterer Sender einige Testspiele der deutschen Nationalmannschaft. Im internationalen Vergleich ist Deutschland eine bestenfalls drittklassige Adresse. Doch im 80-Millionen-Einwohner-Land, das noch nie an einer Weltmeisterschaft teilgenommen hat, schlummert großes Potenzial. Verbandspräsident Klaus Blank bezeichnet das Rugby in Deutschland als „schlafenden Riesen“. Bis der aufwacht, dauert es sicher noch eine Weile. Allerdings sorgte Deutschland bei den drei Testspielen im November für Furore, bezwang WM-Teilnehmer Uruguay sowie zweimal Brasilien. Eine Qualifikation Deutschlands für die WM 2019 gilt jedoch als unwahrscheinlich.

Abseits vom internationalen Spitzenrugby verlief die erste Saisonhälfte für den Rugby Club Rottweil in der Südstaffel der zweiten Bundesliga prächtig. Ungeschlagen rangieren die Schwarz-Gelben zur Winterpause auf Rang eins, zudem ist das Team im Pokal noch dabei. Sieben Siege in sieben Spielen, darunter einige mit Bonuspunkten für mehrere abgelegte Versuche (Punkte) in der gegnerischen Endzone, bedeuten allerdings auch nur vier Zähler Vorsprung auf den Zweitplatzierten Studentenstadt München und fünf auf die Neckarsulmer Sport-Union. Der Rest der Liga dürfte im Titelrennen keine Chance mehr haben.

Ball sieht sein Team noch nicht als absoluten Favoriten, wobei die Ausgangslage natürlich gut ist. Zum Auftakt der Rückrunde am 8. April steht das Gastspiel in Neckarsulm an, danach folgt ein Heimspiel gegen den TSV Handschuhsheim 2, am 29. April steigt das Heimspiel gegen München. „Wenn wir diese drei Spiele gewinnen, dann sind wir auf Kurs“, sagt Trainer Steve Ball.

Im Jugendbereich hat der RC Rottweil übrigens ein immer größeres Einzugsgebiet. Dennoch ist Verstärkung bei den Jugendteams immer gerne gesehen, sagt Jugendwart Daniel Kästner. Der Nachwuchs der Schwarz-Gelben trainiert mittwochs und freitags von 17.30 bis 19 Uhr auf dem Rugbyplatz beim Freibad.

Quellenangabe: John Warren, Zollern-Alb-Kurier

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RC Rottweil zieht mit 3:0 ins Viertelfinale des Liga-Pokals ein

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Mit 20 Spielern kam der Heidelberger Turnverein (HTV) an den oberen Neckar um bei typischem Novemberwetter zur Partie im Liga-Pokal gegen den RC Rottweil anzutreten. Schon aufgrund der engen Ergebnisse in den vergangenen Begegnungen der beiden „Dauerrivalen“ nahmen sich beide Teams einmal mehr vor mit einer couragierten Leistung zum Sieg zu gelangen. Der HTV wollte v. a. die Niederlage in der Rundenbegegnung vergessen machen.

Auf schwerem Boden sahen die ca. 100 Zuschauer insgesamt ein von vielen Unterbrechungen geprägtes Kampfspiel und beide Teams neutralisierten sich nahezu über die gesamte Spieldauer. Sehenswerte Ballstafetten waren Mangelware – die Spannung dieser Partie lag in der Ausgeglichenheit beider Teams, die sich mit viel Einsatz und Kampfeswillen einbrachten. So konnten beide Mannschaften das Spiel in stetem Wechsel in die jeweils gegnerische Hälfte verlagern. Ein erfolgreicher Abschluss konnte nach intensiver Abwehr auf beiden Seiten verhindert werden. Bei zwei Spielsituationen nach Abseitsstellungen in der 7. und auch in der 18. Minute wurden den Gästen zwei Straftritte zugesprochen, die sie trotz aussichtsreicher Position nicht verwandeln konnten.
Auch in der zweiten Halbzeit hielt sich die Attraktivität dieser Begegnung in Grenzen. Spielerisch bot sich ein ähnliches Bild wie im ersten Durchgang, allerdings nahmen Einsatz und Spielhärte noch einmal zu. Beide Mannschaften gerieten nach nicht regelkonformem Verhalten immer wieder aneinander. Das Ergebnis waren eine Reihe von Unterbrechungen mit gelben Karten auf beiden Seiten und eine roten Karte für den RCR. Nachdem sich die Gemüter wieder beruhigt hatten, konnte sich der RCR zunächst Vorteile in der HTV-Hälfte sichern, wurde aber immer wieder von der hart und wach aufspielenden Defensive gestoppt. Erst in der Schlussphase setzten sich die „Schwarz-Gelben“ am Viertelfeld der Heidelberger fest und diesmal auch mit Erfolg: Im offenen Gedränge konnte ein Straftritt erzwungen werden, der von Innen-Drei-Viertel Costinel Croituru zum 3:0-Endstand verwandelt werden konnte.

Trainer Steve Ball: „Mit einer kämpferischen Meisterleistung schafften meine Jungs in letzter Sekunde das Spiel gegen den HTV zu entscheiden. Spiele zwischen dem HTV und dem RCR haben immer einen besonderen Reiz, aber was an diesem Sonntag geboten wurde, wird wohl doch einige Zuschauer mehr Nerven als lieb gekostet haben. Am Schluss zählt aber nur der Sieg. Wir stehen im Viertelfinale des Liga-Pokals und haben nach der Siegesserie in den Rundenspielen das Jahr erfolgreich abgeschlossen.“

Für den Rugby-Club Rottweil spielten: Swen Engelhardt, Lucian David, Ladislau Szani, Niklas Kattenbeck, Petrica Ababei, Noah Volkers, Michael Oswald, Florian Dicu, Volker „Paule“ Frick, Maurice Ternig, Max Eigenmann und Martin Storck (alle Sturm); sowie Martin Ross, George Patrascu, Costinel Croituru, Ilie Tatarciuk, Antoine Nnana, Tobias Oswald, Stephan Holpp, Marian Toader, Yannick Schmidt und Jörg Hügel (alle Verbindung und Drei-Viertel).

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